Bilder kippen! Aspektsehen in künstlerischer Praxis und Lehre

Abstract

In künstlerischer Praxis und Lehre, im Diskurs über Bedeutung und Interpretation von “Bildern”, spielt Aspektsehen eine fundamentale, aber oft unterschätzte Rolle. Der Begriff “Aspektsehen” wird aus der Sprachphilosophie Ludwig Wittgensteins überführt und legt die (konzeptionelle und kontextuelle) Konstruktion eines Bildes aus seiner Verständnisperspektive frei. Dabei ergänzen sich vielfältige Ansichen zum Bildbegriff, zu Bedeutungsambiguität, Subjektivität, Perspektive und zur Sagen-Zeigen-Dichotomie. In enger Zusammenarbeit mit dem Künstler Frans Oosterhof, der Linguistin Dorothea Franck und dem Kognitionswissenschaftler Egon Stemle werden transdisziplinäre Verfahren erschlossen, die in künstlerischer und diskursiver Praxis Aspektsehen nutzbar machen. Erste Grundlagen wurden im wöchentlichen Y-Experimental Bilder kippen! an der HKB an künstlerische Praxis und Lehre gekoppelt. Das Projekt profitiert vom Werk des niederländischen Künstlerkolletivs Instituut Houtappel, dessen Archiv exklusiv für diese Recherche zur Verfügung steht.

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Bern University of the Arts, Bern, CH
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